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Blumen welken, das Essen ist am nächsten Tag vergessen, die Band spielt einmal. Die Fotos schaut ihr in dreißig Jahren noch an. Gebucht wird der Fotograf früh – in der Reihenfolge der Planung direkt nach Location und Standesamt.
Was kostet ein Hochzeitsfotograf?
Kurz: 2.000 bis 3.500 Euro für einen ganzen Tag, 1.100 bis 1.900 Euro für einen halben, 400 bis 900 Euro für die reine Trauungsbegleitung.
Unter etwa 1.000 Euro für einen vollen Tag arbeitet niemand kostendeckend, der davon lebt – ein Hochzeitstag bedeutet 10 bis 12 Stunden vor Ort plus 20 bis 28 Stunden Nachbearbeitung.
Die vollständige Aufstellung – Durchschnittspreise, was den Preis bestimmt, was extra kostet, Anzahlung und wo sich Sparen lohnt – steht auf der Seite Was kostet ein Hochzeitsfotograf?
Woran erkennt man einen guten Fotografen?
Seht euch eine vollständige Hochzeit an, nicht das Portfolio. Ein Portfolio zeigt die zwanzig besten Bilder aus fünf Jahren. Eine komplette Galerie zeigt, was ihr tatsächlich bekommt – auch die Bilder von Tante Erika beim Buffet und vom Sektempfang im Regen.
Fragt konkret danach. Wer keine vollständige Hochzeit zeigen will, hat einen Grund.
Prüft, ob der Stil zu eurer Location passt. Ein Fotograf mit hellen, luftigen Sommerbildern liefert in einer dunklen Kirche im November andere Ergebnisse als auf seiner Website.
Die drei Vertragsfragen, die zählen
- Wie viele bearbeitete Bilder bekommt ihr, und bis wann? Üblich sind 300 bis 600 Bilder innerhalb von vier bis acht Wochen.
- Welche Nutzungsrechte habt ihr? Ihr braucht das Recht, die Bilder privat zu teilen und zu drucken. Manche Verträge schließen Social Media aus.
- Was passiert bei Krankheit? Ein seriöser Fotograf hat ein Netzwerk und benennt im Vertrag eine Ersatzregelung.
Wie viel Zeit braucht man für die Fotos?
Der häufigste Planungsfehler ist zu wenig Zeit. Realistische Werte:
- Getting Ready: 60 bis 90 Minuten
- Trauung: je nach Form 30 bis 75 Minuten
- Gruppenfoto aller Gäste: 15 Minuten, wenn es organisiert ist – sonst 40
- Familienfotos in Konstellationen: 20 bis 30 Minuten
- Paarshooting: 45 bis 60 Minuten
Für das Paarshooting gilt: Die letzte Stunde vor Sonnenuntergang liefert das beste Licht. Legt es dorthin, nicht auf 13 Uhr zwischen Sektempfang und Essen.
Gruppenfotos ohne Chaos
Schreibt eine Liste der gewünschten Konstellationen und gebt sie den Trauzeugen, nicht dem Fotografen. Jemand, der die Namen kennt, ruft die Leute zusammen – der Fotograf kennt niemanden.
Zehn Konstellationen sind das Maximum. Jede weitere kostet fünf Minuten und Geduld.
Was ihr vorher besprechen solltet
- Gibt es Familienkonstellationen, die getrennt fotografiert werden müssen?
- Wer soll auf keinen Fall auf Bildern erscheinen?
- Gibt es Überraschungen im Ablauf, die der Fotograf kennen muss?
- Dürfen Gäste während der Trauung fotografieren? Ein „unplugged" Hinweis verhindert, dass auf euren Bildern zwanzig Handys stehen.
Wann bucht man den Fotografen?
Acht bis zwölf Monate vorher – gute Fotografen haben in der Hauptsaison nur 20 bis 30 Samstage zu vergeben, und die besten sind ein Jahr im Voraus weg. Direkt nach Location und Standesamt ist der Fotograf die dritte Buchung.
Ein Kennenlerngespräch vor der Buchung ist Pflicht, per Video reicht: Diese Person ist am wichtigsten Tag eures Lebens zwölf Stunden neben euch. Wenn die Chemie nicht stimmt, sieht man das später auf den Bildern – angespannte Paare fotografiert niemand entspannt.
Viele Fotografen bieten ein Verlobungsshooting vorab an (150 bis 400 Euro, oft im Paket). Es ist kein Upselling: Ihr lernt, wie sich Posieren anfühlt, und der Fotograf lernt, welche Seite ihr bevorzugt. Die Paarfotos am Hochzeitstag werden messbar besser.
Die Bilder, die ihr später vermisst
Jeder Fotograf hat die Standards im Kopf. Diese hier gehen regelmäßig verloren, wenn niemand daran denkt:
- Die Location leer und fertig dekoriert, bevor die Gäste kommen – das einzige Mal, dass sie so aussieht
- Ein Foto mit allen Großeltern, einzeln und zusammen
- Die Reaktionen beim First Look oder Einzug – dafür braucht es beim Einzug einen zweiten Standort
- Detailbilder: Ringe, Strauß, Einladung, Schuhe – am besten morgens beim Getting Ready
- Ein Bild von euch beiden allein im Saal, kurz bevor die Party beginnt
- Das Hochzeitsauto mit euch darin – wer es bucht, bucht meist nur die Fahrt und plant keine zehn Minuten fürs Foto ein
- Das Abschlussbild: Wunderkerzen, Feuerwerk oder einfach ihr zwei um Mitternacht
Gebt die Liste dem Fotografen vorher – nicht als Gängelung, sondern als Absicherung.
Fotobox: ja, aber richtig
Eine Fotobox (Miete 250 bis 500 Euro, mit Drucker und Requisiten) ist der verlässlichste Nebenher-Programmpunkt neben dem Fotografen: Sie beschäftigt Gäste beim Sektempfang, produziert die Bilder, die der Fotograf nicht macht, und die Ausdrucke wandern direkt ins Gästebuch.
Das Wichtigste in einem Satz: Sie gehört in Sichtweite der Tanzfläche, aber nicht direkt daneben, und alle Digitalbilder müssen laut Vertrag euch gehören. Kosten, Sofortdruck und Anbieter-Check stehen auf der Fotobox-Seite.
Und der Hochzeitsfilm?
Ein Videograf kostet noch einmal 1.200 bis 2.500 Euro. Die ehrliche Abwägung: Fotos werden häufiger angesehen, Filme fangen Stimme und Bewegung ein – das Ja-Wort zu hören ist etwas anderes, als es zu sehen.
Wenn das Budget nur für eines reicht, nehmt die Fotos. Wenn beides drin ist, klärt vorher, ob Fotograf und Videograf aus einem Haus kommen oder sich wenigstens vor dem Tag abgesprochen haben.
Häufige Fragen zum Hochzeitsfotografen
Woran erkennt man einen guten Hochzeitsfotografen?
Verlangt die vollständige Galerie einer echten Hochzeit, nicht das Portfolio – das zeigt nur die zwanzig besten Bilder aus fünf Jahren. Prüft außerdem, ob der Stil zu eurer Location und Jahreszeit passt, und führt vor der Buchung ein Kennenlerngespräch. Die Kosten sind der zweite Filter, nicht der erste.
Wie lange dauert es, bis die Hochzeitsfotos fertig sind?
Vier bis acht Wochen für die vollständige, bearbeitete Galerie. Seriöse Fotografen liefern nach wenigen Tagen eine kleine Vorschau von 20 bis 50 Bildern – fragt danach, wenn ihr die Danksagungen zügig verschicken wollt.
Wann sollte man den Hochzeitsfotografen buchen?
Acht bis zwölf Monate vor dem Termin, direkt nach Location und Standesamt. Für Samstage zwischen Mai und September eher früher – gute Fotografen sind ein Jahr im Voraus ausgebucht.
Braucht man einen zweiten Fotografen?
Ab etwa 100 Gästen oder wenn Getting Ready an zwei Orten parallel stattfindet: ja. Der zweite fängt die Reaktionen der Gäste ein, während der erste euch fotografiert. Unter 80 Gästen ist er verzichtbarer Luxus.
