Heirats-Ratgeber
Brautkleider auf einer Stange in einem Brautmodengeschäft

Brautmode – Kleid, Anzug und der Weg dorthin

Ein Brautkleid braucht vom Kauf bis zur letzten Änderung etwa sechs Monate. Das ist der Grund, warum die Kleidersuche früher beginnt als fast alles andere.

Aktualisiert am

Die Reihenfolge ist entscheidend: Zuerst der Termin, dann Location und Jahreszeit, dann das Kleid. Wer ein Kleid kauft, bevor der Ort feststeht, kauft womöglich Tüll für eine Scheune im August.

Wann sollte man das Brautkleid kaufen?

Neun bis zwölf Monate vorher bei Maßanfertigung oder Bestellung aus einer Kollektion. Die Lieferzeit beträgt oft vier bis sechs Monate, danach folgen zwei bis drei Änderungstermine.

Drei bis sechs Monate reichen bei Kleidern von der Stange oder aus dem Outlet.

Die letzte Anprobe sollte zwei bis drei Wochen vor der Hochzeit stattfinden – nah genug, dass die Passform stimmt, weit genug, um noch nachzubessern. Bringt zu diesem Termin ein Foto des geplanten Brautstylings mit: Ausschnitt und Frisur sollten zusammenpassen, und beides wird meist unabhängig voneinander entschieden.

Was kostet ein Brautkleid?

BezugswegPreis
Online oder Outlet200–600 €
Brautmodengeschäft, Standardkollektion800–2.000 €
Designerkleid2.000–5.000 €
Maßanfertigung bei einer Schneiderin1.500–4.000 €
Änderungen150–500 €
Second Hand150–800 €

Änderungen werden fast immer vergessen. Rechnet sie von Anfang an mit ein – ein Kleid ohne Anpassung sitzt in den seltensten Fällen.

Wie viele Termine man wirklich braucht

Plant für die Suche zwei bis drei Geschäfte, nicht mehr. Ab dem vierten Termin verschwimmen die Kleider, und die Entscheidung wird schwerer statt leichter.

Nehmt höchstens zwei Begleitpersonen mit. Jede weitere Meinung senkt die Wahrscheinlichkeit, dass ihr euch für das Kleid entscheidet, das euch gefällt.

Und tragt passende Unterwäsche und Schuhe mit der geplanten Absatzhöhe – ohne das lässt sich die Länge nicht beurteilen.

Welcher Schnitt passt zu welcher Figur?

SchnittBeschreibungWirkt gut bei
A-Linieschmal oben, weit auslaufendfast allen Figuren
Prinzessinenges Oberteil, sehr weiter Rockschmaler Taille, großen Feiern
Meerjungfraueng bis zum Knie, dann ausgestelltausgeprägten Kurven
EmpireTaille unter der Brustkleiner Statur, Schwangerschaft
Etui / schlichtgerade Linieschlanken Figuren, Standesamt

Die A-Linie ist die sicherste Wahl. Die Meerjungfrau sieht auf Fotos am dramatischsten aus und ist beim Sitzen, Tanzen und Treppensteigen am unbequemsten – probiert sie im Geschäft nicht nur im Stehen aus.

Spitzendetail eines Brautkleids mit Knopfleiste

Der Stoff entscheidet über den Tag

Für eine Hochzeit im Freien im Hochsommer ist schwerer Satin die falsche Entscheidung, egal wie schön er im Laden aussieht.

Der Anzug des Bräutigams

Er wird meist zu spät angegangen. Auch ein Anzug braucht Änderungen, und ein Maßanzug hat vier bis acht Wochen Lieferzeit.

OptionPreis
Anzug von der Stange200–600 €
Halbmaß (Made to Measure)600–1.500 €
Maßanzugab 1.200 €
Miete100–250 €

Abstimmung mit dem Kleid: gleiche Formalitätsstufe, gleiche Farbfamilie bei Accessoires. Der Bräutigam sollte nicht exakt dasselbe Weiß tragen wie die Braut.

Passend dazu: Brautaccessoires und der Brautstrauß, die beide auf Kleid und Farbkonzept abgestimmt werden sollten.

Second-Hand-Brautmode und Nachhaltigkeit

Ein Brautkleid wird einmal getragen. Der Second-Hand-Markt ist entsprechend groß, die Kleider oft nur wenige Stunden im Einsatz gewesen.

Rechnet mit 30 bis 60 Prozent des Neupreises und mit Änderungskosten – ein gebrauchtes Kleid ist auf eine andere Person angepasst.