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Ein Hochzeitsfotograf kostet in Deutschland 2.000 bis 3.500 Euro für einen ganzen Tag. Wer nur die Trauung begleiten lässt, zahlt 400 bis 900 Euro. Branchenerhebungen nennen über alle Buchungsarten hinweg einen Schnitt von rund 1.700 Euro – eine Zahl, die mehr verschleiert als erklärt.
Was kostet ein Hochzeitsfotograf?
| Umfang | Kosten |
|---|---|
| Standesamt oder nur Trauung, 2–3 Stunden | 400–900 € |
| Halber Tag, 5–6 Stunden | 1.100–1.900 € |
| Ganzer Tag, 10–12 Stunden | 2.000–3.500 € |
| Ganzer Tag mit zweitem Fotografen | 2.900–5.000 € |
Erfahrene Fotografen mit mehr als hundert Hochzeiten liegen ganztags eher bei 3.000 bis 4.500 Euro. Nach unten wird es unterhalb von etwa 1.000 Euro für einen vollen Tag unrealistisch – dazu unten mehr.
Im Gesamtbudget machen Fotograf und Video zusammen 12 bis 18 Prozent aus. Bei 15.000 Euro Gesamtbudget sind das 1.800 bis 2.700 Euro – für beides zusammen wird es dort also knapp.
Der Durchschnitt – und warum er wenig aussagt
Die häufig genannten rund 1.700 Euro Durchschnitt für einen Hochzeitsfotografen mischen alles zusammen: die dreistündige Standesamtsbegleitung für 500 Euro und die Ganztagsreportage für 3.200 Euro landen in derselben Zahl.
Was ihr stattdessen vergleichen solltet, ist der Preis pro Stunde vor Ort – und selbst der nur innerhalb derselben Leistungsklasse. Für eine Ganztagsbegleitung mit zwei bis dreihundert bearbeiteten Bildern ist die realistische Erwartung 2.000 bis 3.500 Euro. Wer einen Durchschnitt von 1.700 Euro als Zielmarke nimmt und dann ganztags sucht, sucht am Markt vorbei.
Was den Preis bestimmt
Dauer. Der mit Abstand größte Hebel. Zwischen "ab Trauung" und "ab Getting Ready" liegen drei bis vier Stunden und oft 700 Euro.
Erfahrung. Wer 100+ Hochzeiten fotografiert hat, kennt jede Kirche bei schlechtem Licht, jeden Ablauf und jede Panne. Das ist der Aufpreis, den man nicht auf den Bildern sieht, sondern an dem Tag, an dem etwas schiefgeht.
Region. In München, Hamburg, Berlin und Frankfurt liegen die Preise 20 bis 40 Prozent über ländlichen Regionen – Lebenshaltungskosten, nicht Können. Ein guter Fotograf aus dem Umland mit Anfahrtspauschale ist häufig die günstigere und gleichwertige Lösung.
Saison und Wochentag. Samstage zwischen Mai und September sind das knappe Gut. Freitag, Sonntag oder ein Termin im März sind bei vielen Fotografen spürbar günstiger – fragt aktiv danach, ausgeschrieben wird es selten.
Zweiter Fotograf. 400 bis 900 Euro Aufpreis. Ab etwa 100 Gästen oder bei parallelem Getting Ready an zwei Orten sinnvoll, darunter Luxus.
Warum die Nachbearbeitung den Preis macht
Der verbreitetste Irrtum ist, den Tagespreis eines Hochzeitsfotografen durch die Stunden vor Ort zu teilen. Der tatsächliche Aufwand pro Hochzeit sieht so aus:
| Position | Aufwand |
|---|---|
| Fotografieren vor Ort | 10–12 Stunden |
| Sichten und Bearbeiten (Faktor 2–2,5) | 20–28 Stunden |
| Vorgespräch, Planung, Anfahrt | 4–6 Stunden |
| Datensicherung, Galerie, Übergabe | 2–3 Stunden |
Aus einem Hochzeitstag werden so 36 bis 49 Arbeitsstunden. Bei 2.500 Euro Honorar sind das rund 55 Euro pro Stunde – brutto, vor Ausrüstung, Versicherung, Software, Steuern und den Wochen ohne Aufträge im Winter.
Deshalb ist ein Angebot unter 1.000 Euro für einen ganzen Tag kein Schnäppchen, sondern ein Hinweis: Entweder fehlt die Erfahrung, oder es wird an der Bearbeitung gespart – und die ist der Teil, den ihr am Ende in der Hand haltet.
Was im Preis enthalten ist – und was extra kostet
Diese Leistungen sind im Honorar eines Hochzeitsfotografen üblicherweise enthalten – und diese kosten extra:
| Leistung | Üblich |
|---|---|
| 300–600 bearbeitete Bilder | enthalten |
| Online-Galerie zum Download | enthalten |
| Anfahrt im Umkreis von 50–100 km | enthalten |
| Anfahrt darüber hinaus | 0,30–0,50 € pro km |
| Übernachtung bei später Feier oder weiter Anreise | 80–150 € |
| Zweiter Fotograf | 400–900 € |
| Unbearbeitete Rohdaten | 150–400 €, oft gar nicht |
| Fotobuch | 300–900 € |
| Express-Bearbeitung | 150–400 € |
| Verlobungsshooting vorab | 150–400 € |
Die Frage, die den Vergleich erst möglich macht
Lasst euch jedes Angebot eines Hochzeitsfotografen mit drei Zahlen geben: Stunden vor Ort, garantierte Mindestanzahl bearbeiteter Bilder, Lieferfrist in Wochen.
Ohne diese drei sind zwei Angebote nicht vergleichbar – und genau daran scheitern die meisten Preisvergleiche. Ein Paket für 1.900 Euro mit acht Stunden und 400 Bildern ist günstiger als eines für 1.600 Euro mit fünf Stunden und "einer Auswahl der besten Bilder".
Anzahlung, Zahlung und Storno
Üblich sind 20 bis 30 Prozent Anzahlung bei Buchung, der Rest kurz vor oder nach dem Termin. Die Anzahlung sichert euren Termin und ist bei Absage in der Regel verfallen – das ist branchenüblich und kein schlechtes Zeichen.
Worauf ihr achten solltet:
- Stornostaffel: Wie viel wird fällig bei Absage sechs, drei oder einen Monat vorher?
- Verschiebung: Wird die Anzahlung auf einen Ersatztermin angerechnet, und in welchem Zeitraum?
- Ausfall des Fotografen: Ersatzregelung im Vertrag, nicht als mündliche Zusage
Wo man sinnvoll spart – und wo nicht
Sinnvoll:
- Später anfangen lassen. Getting Ready mit dem Handy dokumentieren und den Fotografen ab der Trauung buchen spart oft 500 bis 800 Euro
- Nebensaison oder Wochentag. Freitag im April statt Samstag im Juli
- Fotobuch später selbst gestalten – die Datei habt ihr ohnehin
- Auf Rohdaten verzichten. Unbearbeitete Bilder nützen euch selten etwas
Nicht sinnvoll:
- Am Stundenlohn eines Anfängers für einen Tag, der sich nicht wiederholt
- Am zweiten Fotografen bei über 100 Gästen
- An der Bearbeitungszeit: Express klingt gut, aber eine gute Galerie in acht Wochen schlägt eine hastige in zwei
Woran ihr ein zu billiges Angebot erkennt
- Unter 1.000 Euro für einen ganzen Tag ohne nachvollziehbare Begründung
- Keine schriftliche Lieferfrist, nur „so schnell wie möglich"
- Keine Ersatzregelung bei Krankheit
- Keine Klausel zu Nutzungsrechten – ihr braucht das Recht, privat zu teilen und zu drucken
- Keine vollständige Beispielgalerie einer echten Hochzeit, nur ein Portfolio der besten zwanzig Bilder
- Ein Pauschalpreis ohne Aufschlüsselung von Stunden, Bildzahl und Frist
Worauf es bei der Auswahl sonst noch ankommt – Stil, Kennenlerngespräch, Vertragsfragen und der Zeitbedarf am Hochzeitstag – steht auf der Seite zum Hochzeitsfotografen.
Häufige Fragen zu den Kosten für den Hochzeitsfotografen
Was kostet ein Hochzeitsfotograf?
2.000 bis 3.500 Euro für einen ganzen Tag (10–12 Stunden) inklusive 300 bis 600 bearbeiteter Bilder. Ein halber Tag liegt bei 1.100 bis 1.900 Euro, die reine Begleitung von Standesamt oder Trauung bei 400 bis 900 Euro. Mit zweitem Fotografen sind es 2.900 bis 5.000 Euro.
Was kostet ein Hochzeitsfotograf im Durchschnitt?
Über alle Buchungsarten hinweg nennen Branchenerhebungen rund 1.700 Euro. Diese Zahl mischt allerdings kurze Standesamtstermine mit Ganztagsreportagen. Für eine Ganztagsbegleitung ist 2.000 bis 3.500 Euro die realistische Erwartung.
Warum sind Hochzeitsfotografen so teuer?
Weil aus einem Hochzeitstag 36 bis 49 Arbeitsstunden werden: 10 bis 12 Stunden vor Ort, 20 bis 28 Stunden Sichten und Bearbeiten, dazu Vorgespräch, Anfahrt, Datensicherung und Übergabe. Bei 2.500 Euro entspricht das rund 55 Euro pro Stunde brutto – vor Ausrüstung, Versicherung, Steuern und auftragslosen Wintermonaten.
Was ist im Preis eines Hochzeitsfotografen enthalten?
Üblicherweise 300 bis 600 bearbeitete Bilder, eine Online-Galerie zum Download und die Anfahrt im Umkreis von 50 bis 100 Kilometern. Extra kosten meist: zweiter Fotograf (400–900 €), Fotobuch (300–900 €), Rohdaten (150–400 €), Express-Bearbeitung und weite Anfahrt.
Wie hoch ist die Anzahlung beim Hochzeitsfotografen?
20 bis 30 Prozent bei Buchung, der Rest kurz vor oder nach dem Termin. Die Anzahlung sichert euren Termin und verfällt bei Absage in der Regel. Lasst euch die Stornostaffel und die Regelung bei Verschiebung schriftlich geben.
Wie kann man beim Hochzeitsfotografen sparen?
Am wirksamsten über die Dauer: Getting Ready selbst dokumentieren und erst ab der Trauung buchen spart oft 500 bis 800 Euro. Ebenfalls wirksam sind Nebensaison und Wochentage statt Samstag im Hochsommer. Nicht sparen solltet ihr an Erfahrung und an der Bearbeitungszeit.
