Aktualisiert am
Die wichtigste Regel für den Hochzeitstag: Das Brautpaar trifft an diesem Tag keine organisatorischen Entscheidungen mehr. Damit das funktioniert, müssen Zuständigkeiten vorher verteilt sein.
Wer macht was bei der Hochzeit?
| Rolle | Hauptaufgabe | Anzahl |
|---|---|---|
| Trauzeugen | JGA, Ringe, Rede, Zeitplan | 1–2 pro Partner |
| Brautjungfern | Begleitung, Ankleiden, Gäste empfangen | 2–4 |
| Blumenkinder | Einzug | 2–4, Alter 4–8 |
| Ablaufverantwortliche | Dienstleister koordinieren | 1 |
| Moderation | Programmpunkte ansagen | 1 |
| Geschenkeliste führen | notieren, wer was gebracht hat | 1 |
Die letzten drei Rollen werden am häufigsten vergessen – und verursachen dann die meisten Rückfragen an das Brautpaar. Wer niemanden im Freundeskreis dafür hat, bucht die Tagesbegleitung bei einem Weddingplaner; das ist die günstigste Variante dieses Berufs und die, die sich für die meisten Paare rechnet.
Die Rolle der Trauzeugen hat sich dabei am stärksten verschoben: Seit die Unterschrift am Standesamt nicht mehr nötig ist, sind sie faktisch das Organisationsteam – vom Junggesellenabschied über die Ringe bis zum Zeitplan am Tag selbst.
Was Hochzeitsgäste vorher wissen müssen
Vier Informationen entscheiden darüber, ob eure Gäste entspannt ankommen: Dresscode, Kinderregelung, Anfahrt und Ansprechpartner. Alles davon gehört auf die Einladung oder ein Beiblatt.
Der Dresscode ist der Punkt, an dem am meisten nachgefragt wird. Ein Wort wie „festlich" reicht den wenigsten Gästen – was daraus konkret folgt, steht unter Outfit als Hochzeitsgast, die passende Frisur kostet beim Friseur 40 bis 75 Euro für Föhnen und Stecken und lässt sich mit etwas Übung auch selbst machen.
Was Gäste schenken – und was ihr dazu sagen dürft
Geld ist in Deutschland das häufigste Hochzeitsgeschenk, und die Frage nach der Höhe die meistgestellte im Vorfeld. Übliche Beträge liegen zwischen 50 und 150 Euro pro Person, abhängig von Nähe und Anlass – die vollständige Staffelung steht unter Hochzeitsgeschenke.
Ihr dürft einen Wunsch äußern, aber nicht auf der Einladungskarte beziffern. Ein Hinweis auf der Website oder über die Trauzeugen ist der übliche Weg. Umgekehrt bekommen eure Gäste etwas von euch: Gastgeschenke sind der Posten, an dem am häufigsten zu viel Geld für zu wenig Wirkung ausgegeben wird.
Kinder auf der Hochzeit
Entscheidet euch für eine Regel, die für alle gilt – Einzelfallentscheidungen kosten mehr Diskussion als jede klare Ansage. Wenn Kinder dabei sind, braucht es keinen zweiten Programmpunkt, sondern eine Betreuung: Zwei Betreuerinnen für zehn Kinder kosten 300 bis 600 Euro und sind der Unterschied zwischen einer entspannten und einer unruhigen Feier. Details und Alternativen stehen unter Kinderbetreuung, die Rolle der Blumenkinder beim Einzug ist davon unabhängig.
Programm: weniger ist mehr
Hochzeitsspiele sind der Programmpunkt mit dem größten Ärgerpotenzial. Die Regel, die funktioniert: Ein gutes Spiel bindet alle ein und ist in fünf Minuten vorbei. Zwei bis drei Programmpunkte über den ganzen Abend reichen – zusammen mit Reden, Torte und Eröffnungstanz ist der Abend damit voll.
Klärt außerdem, wer die Programmpunkte ansagt. Ohne Moderation zieht sich jeder Übergang, und die Frage „Kommt jetzt noch was?" landet unweigerlich beim Brautpaar.
Benennt einen Ansprechpartner, der nicht ihr seid
Benennt jemanden, der Rückfragen beantwortet, der nicht ihr seid. In den letzten vier Wochen vor der Hochzeit ist das ein spürbarer Unterschied. Diese Person braucht drei Dinge: die Gästeliste mit Telefonnummern, den Ablaufplan und die Kontakte aller Dienstleister.
Häufige Fragen zu Gästen und Helfern
Wie viele Trauzeugen darf man haben?
Rechtlich beliebig viele, weil seit 1998 gar keine mehr vorgeschrieben sind – am Standesamt werden höchstens zwei eingetragen. Bei der katholischen Trauung sind zwei Pflicht. Üblich sind ein bis zwei Personen pro Partner.
Was ziehen Hochzeitsgäste an?
Zwei Regeln gelten immer: kein Weiß und nichts, was der Braut die Aufmerksamkeit nimmt. Alles Weitere ergibt sich aus dem Dresscode auf der Einladung. Fehlt er, orientiert ihr euch an der Location – Kirche und Restaurant verlangen mehr als eine Scheunenhochzeit.
Wie viel Geld schenkt man zur Hochzeit?
Üblich sind 50 bis 100 Euro pro Person bei Freunden und Kollegen, 100 bis 150 bei enger Freundschaft und mehr in der engen Familie. Als Faustregel gilt: mindestens so viel, wie das Gedeck kostet, das ihr esst.
Sollen Kinder zur Hochzeit eingeladen werden?
Beides ist vertretbar, aber die Regel muss für alle gleich gelten und früh auf der Einladung stehen. Wenn Kinder kommen, plant Betreuung ein – 300 bis 600 Euro für zwei Betreuerinnen und zehn Kinder. Unbetreute Kinder sind das eigentliche Problem, nicht anwesende.
- Trauzeugen
Aufgaben, Pflichten und Auswahl
- Brautjungfern
Aufgaben und Outfit
- Blumenkinder
Aufgaben, Alter und Outfit
- Frisur als Hochzeitsgast
einfache Ideen mit Anleitung
- Hochzeitsgast Outfit
Dresscode richtig deuten
- Hochzeitsgeschenke
Ideen und Geldgeschenke
- Kinderbetreuung auf der Hochzeit
- Hochzeitsspiele & Hochzeitsstreiche
Ideen
