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Ein komplettes Brautstyling aus Frisur und Make-up kostet 350 bis 600 Euro. Einzeln gebucht liegt das Make-up bei 150 bis 250 Euro, die Frisur bei 150 bis 300 Euro – das Probestyling noch einmal bei 80 bis 180 Euro, das aber bei den meisten Stylistinnen auf den Hochzeitstermin angerechnet wird. Gebucht wird das Styling sinnvoll erst, wenn die Brautmode steht – Frisur und Make-up richten sich nach dem Kleid, nicht umgekehrt.
Was kostet Brautstyling?
| Leistung | Kosten |
|---|---|
| Braut-Make-up | 150–250 € |
| Brautfrisur | 150–300 € |
| Komplettstyling (Frisur + Make-up) | 350–600 € |
| Probestyling | 80–180 € (oft anrechenbar) |
| Aufschlag für mobiles Styling vor Ort | 50–150 € |
| Anfahrt außerhalb des Freiradius | 0,30–0,50 € pro km |
| Umstyling für den Abend | 60–120 € |
| Begleitung über den Tag (Touch-ups) | 300–600 € |
| Make-up für Trauzeugin, Mutter, Brautjungfer | je 50–120 € |
| Frisur für Begleitpersonen | je 50–150 € |
Branchenerhebungen für Deutschland nennen als Durchschnitt rund 210 Euro fürs Braut-Make-up und rund 265 Euro für die Brautfrisur. Nach oben ist die Spanne weit offen: Aufwendige Steckfrisuren erreichen 300 bis 500 Euro, Premium-Make-up ähnliche Werte.
Für Gäste gilt eine andere Rechnung – dort liegt die festliche Frisur beim Friseur bei 80 bis 150 Euro, und vieles lässt sich selbst machen: siehe Frisur als Hochzeitsgast.
Rechnet realistisch mit 500 bis 800 Euro, wenn Mutter oder Trauzeugin mitgestylt werden. Das ist der Posten, der in fast jedem Budgetplan zu niedrig steht, weil nur die Braut eingeplant wird.
Was den Preis bestimmt
Mobil oder im Salon. Mobiles Styling kostet 50 bis 150 Euro Aufschlag plus Anfahrt – dafür bleibt ihr am Morgen, wo ihr seid, und der Fotograf bekommt Getting-Ready-Bilder statt eines Salonstuhls.
Uhrzeit. Viele Stylistinnen berechnen für Termine vor 7 Uhr einen Frühaufschlag von 30 bis 80 Euro. Bei einer Trauung um 11 Uhr mit Begleitpersonen wird das schnell relevant.
Region und Erfahrung. In Großstädten liegen die Preise 20 bis 30 Prozent höher. Wer ausschließlich Bräute stylt und Referenzen aus Hochzeitsreportagen zeigen kann, ist teurer als der Friseur um die Ecke – und in aller Regel die bessere Wahl für einen Zwölf-Stunden-Tag.
Saison. Samstage von Mai bis September sind auch hier das knappe Gut. Bucht vier bis sechs Monate vorher, bei gefragten Stylistinnen früher.
Probestyling – lohnt es sich?
Ja, aber nicht als Wohlfühltermin, sondern als Test. Legt es sechs bis acht Wochen vor der Hochzeit, nicht früher – Haarlänge und Hautbild ändern sich.
Was ihr mitbringt:
- Ein Foto vom Ausschnitt des Kleides, oder besser: den Schleier und den Haarschmuck im Original
- Bilder von zwei bis drei Frisuren, die euch gefallen – und einer, die euch ausdrücklich nicht gefällt
- Eure eigenen Produkte, wenn ihr empfindliche Haut habt
Der Test, den fast niemand macht
Geht nach dem Probestyling ans Tageslicht und macht Fotos mit Blitz – mit dem Handy reicht.
Erst dort seht ihr, ob das Make-up im Kameralicht funktioniert. Ein Ergebnis, das im warmen Salonlicht perfekt aussieht, kann auf Blitzfotos fahl oder maskenhaft wirken. Das ist der eigentliche Zweck des Termins.
Klärt beim Probestyling außerdem, ob der Preis auf den Hochzeitstermin angerechnet wird und wie lange die Stylistin am Hochzeitsmorgen einplant.
Make-up selber machen – wann das funktioniert
Die ehrliche Einordnung: Bei einer standesamtlichen Trauung, kleiner Feier und ohne professionelle Fotografie könnt ihr euch selbst schminken. Bei einer Ganztagshochzeit mit Reportage ist es die falsche Stelle zum Sparen – nicht wegen der Optik am Morgen, sondern wegen der Haltbarkeit am Abend.
Wenn ihr es selbst macht, sind vier Dinge entscheidend:
- Kein Lichtschutzfaktor im Gesicht. SPF in Foundation oder Primer reflektiert das Blitzlicht und erzeugt auf Fotos einen fahlen weißen Schleier – der „Flashback"-Effekt. Das ist der häufigste und ärgerlichste Fehler, weil man ihn erst auf den Bildern sieht.
- Grundierung in Schichten. Primer, dünne Foundation, gezielt abgedeckt, dann transparent pudern. Dick aufgetragene Foundation setzt sich im Lauf des Tages in Linien ab.
- Wasserfest, wo Tränen hinkommen. Mascara und Eyeliner wasserfest, Lidschatten mattiert statt glitzernd.
- Zum Nachlegen einpacken: Lippenstift, Puder, Wattestäbchen. Der Lippenstift ist nach dem Sektempfang weg, spätestens nach dem Essen.
Plant 60 bis 75 Minuten ein, wenn ihr euch selbst schminkt – nicht die 20 Minuten aus dem Alltag.
Und die Frisur selbst machen?
Schwieriger als das Make-up, aus einem simplen Grund: Ihr seht euren eigenen Hinterkopf nicht. Eine halboffene Frisur mit Wellen ist machbar, wenn ihr sie zweimal geübt habt; eine Hochsteckfrisur, die zehn Stunden hält, ist es realistisch nicht.
Der Kompromiss, der oft aufgeht: Frisur vom Profi, Make-up selbst. Die Frisur ist das, was hält oder nicht hält – Make-up lässt sich nachlegen, eine gelöste Hochsteckfrisur nicht.
Der Zeitplan am Hochzeitsmorgen
| Schritt | Dauer |
|---|---|
| Make-up Braut | 45–60 Min |
| Frisur Braut | 45–90 Min |
| Je Begleitperson (Frisur + Make-up) | 45–60 Min |
| Puffer | 30 Min |
Zwei Regeln, die den Morgen retten: Die Braut ist zuletzt dran, damit das Ergebnis frisch ist und niemand wartet. Und das Styling sollte spätestens 90 Minuten vor dem Losfahren fertig sein – der Fotograf braucht Zeit für Getting-Ready-Bilder, und das Ankleiden dauert länger, als alle denken.
Bei drei oder mehr Begleitpersonen kommt die Stylistin oft zu zweit. Fragt danach, statt den Morgen um zwei Stunden zu verlängern.
Trinkgeld und Zahlung
Üblich sind 10 Prozent oder 20 bis 50 Euro pro Stylistin, bar am Ende des Termins. Viele Anbieterinnen verlangen eine Anzahlung von 20 bis 30 Prozent bei Buchung; der Rest wird am Hochzeitstag oder per Rechnung fällig. Klärt vorher, ob bar oder Überweisung erwartet wird – am Hochzeitsmorgen will das niemand organisieren.
Häufige Fragen zum Brautstyling
Was kostet ein Brautstyling?
350 bis 600 Euro für Frisur und Make-up zusammen. Einzeln kostet das Braut-Make-up 150 bis 250 Euro, die Brautfrisur 150 bis 300 Euro. Mit Probestyling (80–180 €, meist anrechenbar) und Begleitpersonen liegt der realistische Gesamtbetrag bei 500 bis 800 Euro.
Was kostet ein Braut-Make-up?
150 bis 250 Euro für die Braut allein, im deutschen Durchschnitt rund 210 Euro. Mobiles Styling vor Ort kostet 50 bis 150 Euro Aufschlag plus Anfahrt, Termine vor 7 Uhr oft 30 bis 80 Euro Frühaufschlag. Make-up für Trauzeugin oder Mutter liegt bei je 50 bis 120 Euro.
Lohnt sich ein Probestyling?
Ja – als Test, nicht als Wohlfühltermin. Legt es sechs bis acht Wochen vor die Hochzeit, bringt Schleier und Haarschmuck mit und fotografiert das Ergebnis draußen mit Blitz. Erst dort zeigt sich, ob das Make-up im Kameralicht funktioniert. Der Preis wird meist auf den Hochzeitstermin angerechnet.
Kann man das Braut-Make-up selber machen?
Bei standesamtlicher Trauung, kleiner Feier und ohne professionelle Fotos: ja. Bei einer Ganztagshochzeit mit Reportage eher nicht – nicht wegen der Optik, sondern wegen der Haltbarkeit. Wichtigste Regel, wenn ihr es selbst macht: kein Lichtschutzfaktor im Gesichtsprodukt, sonst gibt es auf Blitzfotos einen weißen Schleier.
Wie lange dauert das Brautstyling am Hochzeitsmorgen?
Für die Braut 90 bis 150 Minuten für Frisur und Make-up zusammen, je Begleitperson noch einmal 45 bis 60 Minuten. Plant 30 Minuten Puffer ein und lasst das Styling spätestens 90 Minuten vor der Abfahrt enden.
Wie viel Trinkgeld gibt man beim Brautstyling?
10 Prozent oder 20 bis 50 Euro pro Stylistin, bar am Ende des Termins. Klärt vorab, ob die Restzahlung bar oder per Überweisung erwartet wird.
